Ein schmaler Oberkiefer ist weit mehr als ein ästhetisches Problem. Bei vielen Erwachsenen kann eine unzureichende Oberkieferbreite zu Zahnengständen, Kreuzbissen, eingeschränkter Nasenatmung, Mundatmung, Schnarchen oder funktionellen Beschwerden beitragen. Gleichzeitig beeinflusst die Breite des Oberkiefers die Zahnbogenform, die Lächelbreite, die Lippenstütze und die Harmonie des Gesichts.
Viele Patienten stellen sich zunächst wegen schiefer Zähne, Platzmangel oder einer gewünschten Behandlung mit Alignern vor. Häufig zeigt sich jedoch, dass die Ursache tiefer liegt und die knöcherne Basis des Oberkiefers berücksichtigt werden sollte.
Während früher häufig Zähne entfernt werden mussten, um Platz zu schaffen, stehen heute moderne Verfahren zur Verfügung, die den Oberkiefer selbst erweitern können. Dazu gehören insbesondere Konzepte wie MSE (Maxillary Skeletal Expander), MARPE (Mini Implant Assisted Rapid Palatal Expansion), DOME (Distraction Osteogenesis Maxillary Expansion) und neuere individualisierte Ansätze wie DOMEzero.
Viele dieser Begriffe werden im Internet synonym verwendet. Tatsächlich beschreiben sie unterschiedliche Geräte oder Behandlungskonzepte, verfolgen aber ein gemeinsames Ziel: die Erweiterung eines zu schmalen Oberkiefers möglichst über den Knochen und nicht ausschließlich über die Zähne.
Nach erfolgreicher Expansion erfolgt häufig die Feineinstellung der Zahnstellung mit Alignern, Invisalign, Lingualtechnik oder einer festen Zahnspange.
Der Oberkiefer besteht anatomisch aus zwei Knochenhälften, die in der Mitte über die sogenannte Gaumennaht miteinander verbunden sind.
Während diese Verbindung im Kindesalter relativ flexibel ist, nimmt die Verknöcherung im Jugend- und Erwachsenenalter kontinuierlich zu. Dadurch wird eine Erweiterung zunehmend schwieriger.
Das Ziel einer modernen Gaumennahterweiterung besteht darin, die Breite des Oberkiefers zu vergrößern und dadurch:
Viele Patienten suchen zunächst wegen eines ausgeprägten Zahnengstands oder eines Kreuzbisses Hilfe.
Bei manchen Patienten bestehen zusätzlich:
Gerade bei Erwachsenen kann eine Oberkiefererweiterung helfen, die Voraussetzungen für eine spätere Behandlung mit Invisalign oder Alignern zu verbessern.
Die Oberkieferbreite beeinflusst zahlreiche Bereiche gleichzeitig.
Ein schmaler Oberkiefer kann dazu führen, dass für die Zähne nicht ausreichend Platz vorhanden ist.
Mögliche Folgen:
Ein schmaler Oberkiefer ist eine der häufigsten Ursachen für einen Kreuzbiss.
Dabei stehen die oberen Seitenzähne zu weit innen und die unteren Zähne zu weit außen.
Langfristig kann dies Auswirkungen auf: Kaufunktion, Zahnverschleiß, Stabilität, Kiefergelenke haben.
Die Breite des Oberkiefers beeinflusst:
Patienten beschreiben häufig:
„Mein Lächeln wirkt schmal.“
oder
„Ich habe dunkle Bereiche in den Mundwinkeln.“
Diese sogenannten Buccal Corridors können bei geeigneten Patienten durch eine Verbreiterung des Oberkiefers reduziert werden.
Nach der Expansion erfolgt die Feineinstellung der Ästhetik häufig mit Alignern oder Lingualtechnik.
Viele Patienten kommen mit Begriffen aus YouTube, Reddit oder Social Media in die Praxis.
Dort werden MSE, MARPE oder DOME häufig als völlig unterschiedliche Therapien dargestellt. Tatsächlich gibt es viele Überschneidungen.
MARPE steht für: Mini Implant Assisted Rapid Palatal Expansion.
Dabei wird die Expansion über kleine Miniimplantate im Gaumen unterstützt.
Dadurch wird ein größerer Anteil der Kräfte direkt auf den Knochen übertragen.
MSE steht für: Maxillary Skeletal Expander.
MSE ist im Prinzip eine spezielle Form eines MARPE-Systems.
Der Fokus liegt auf einer möglichst direkten Übertragung der Expansionskräfte auf die knöchernen Strukturen.
In vielen Fällen werden vier Miniimplantate verwendet. Je nach Anatomie können jedoch auch andere Konfigurationen sinnvoll sein.
DOME steht für: Distraction Osteogenesis Maxillary Expansion.
Hier wird die Expansion teilweise chirurgisch unterstützt.
Dies kann insbesondere bei Erwachsenen sinnvoll sein, wenn die knöchernen Widerstände sehr hoch sind.
DOMEzero verfolgt einen anderen Ansatz.
Das Grundprinzip lautet: Nicht der Patient wird an den Expander angepasst, sondern der Expander an die individuelle Anatomie.
Mithilfe von 3D-DVT-Aufnahmen, digitalen Scans und virtueller Planung können Knochenqualität, Knochenstärke und die optimale Position der Miniimplantate präzise bestimmt werden.
Eine moderne Oberkiefererweiterung sollte bei Erwachsenen nicht nach Standard erfolgen.
Jeder Patient besitzt:
Deshalb spielt die DVT-Diagnostik eine zentrale Rolle.
Mit einer DVT können wir unter anderem beurteilen:
Knochenhöhe
Wie viel vertikaler Knochen steht zur Verfügung?
Knochenbreite
Wo können Miniimplantate sicher gesetzt werden?
Knochenqualität
Wie belastbar ist der vorhandene Knochen?
Nasenboden
Wie nah befinden sich die geplanten Implantate am Nasenboden?
Wurzelpositionen
Welche Bereiche sollten vermieden werden?
Atemwege
Gibt es anatomische Auffälligkeiten?
Die gewonnenen Daten werden später auch für die Planung von Invisalign, Alignern oder Lingualtechnik genutzt.
Die Verankerung entscheidet maßgeblich über den Behandlungserfolg.
Moderne Systeme nutzen sogenannte TADs (Temporary Anchorage Devices).
Diese Miniimplantate werden im Gaumen eingesetzt und dienen als stabile Verankerung für den Expander.
Typische Durchmesser:
In vielen modernen Konzepten werden 2,3-mm-Implantate bevorzugt, sofern die Anatomie dies zulässt.
Der Grund:
Die Länge wird individuell anhand der DVT geplant.
Online werden häufig nur die Erfolgsfälle gezeigt. In der Realität hängt der Behandlungserfolg von vielen Faktoren ab.
Mögliche Ursachen für Probleme:
Deshalb betrachten wir die Wahl des Expanders als zweitrangig. Entscheidend ist zunächst die Anatomie.
Früher wurden viele Expander sehr schnell aktiviert.
Heute zeigen moderne Konzepte Vorteile einer langsameren und biologisch kontrollierten Expansion. Gerade bei Erwachsenen kann dies ein wichtiger Vorteil sein.
Mögliche Vorteile:
Eine der häufigsten Fragen lautet:
„Bekomme ich eine große Zahnlücke?“
Nicht zwingend.
Durch moderne Behandlungskonzepte kann die Frontzahnlücke häufig reduziert werden.
Geplante Zahnbewegungen bereits während der Expansion.
Kontrollierte Frontzahnbewegungen parallel zur Expansion.
Auch innenliegende Zahnspangen können mit einer Expansion kombiniert werden.
Viele erwachsene Patienten wünschen sich möglichst unauffällige Behandlungsmöglichkeiten.
In den letzten Jahren hat das Interesse an Zusammenhängen zwischen Kieferorthopädie, Atmung, Schlafqualität und allgemeiner Gesundheit deutlich zugenommen.
Viele Patienten kommen heute nicht mehr ausschließlich wegen schiefer Zähne in unsere Praxis. Stattdessen berichten sie zusätzlich über:
Häufig stellen Patienten die Frage:
„Kann ein schmaler Oberkiefer meine Atmung beeinflussen?“
Die Antwort ist komplex.
Ein schmaler Oberkiefer kann ein Baustein einer funktionellen Problematik sein. Gleichzeitig ist er selten die einzige Ursache.
Deshalb betrachten wir nicht nur die Zahnstellung, sondern die gesamte Anatomie des Patienten.
Online werden häufig nur die Erfolgsfälle gezeigt. In der Realität hängt der Behandlungserfolg von vielen Faktoren ab.
Mögliche Ursachen für Probleme:
Deshalb betrachten wir die Wahl des Expanders als zweitrangig. Entscheidend ist zunächst die Anatomie.
Viele Erwachsene haben sich über Jahre oder Jahrzehnte an Mundatmung gewöhnt. Oft wird dies zunächst gar nicht bewusst wahrgenommen.
Mögliche Hinweise:
Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein. Deshalb ist es wichtig, nicht nur die Zähne, sondern die gesamte Atemwegssituation zu betrachten.
Social Media vermittelt manchmal den Eindruck, dass jede Atemwegsproblematik durch MSE oder MARPE gelöst werden könne.
So einfach ist es leider nicht.
Eine gute Diagnostik berücksichtigt zusätzlich:
Deshalb arbeiten moderne Airway-Konzepte häufig interdisziplinär.
Je nach Befund können beteiligt sein:
Viele Patienten vermuten hinter ihrer Nasenatmungsproblematik ausschließlich anatomische Ursachen.
Tatsächlich spielen Allergien häufig eine wichtige Rolle.
Dazu gehören:
Hausstauballergie
Besonders relevant für nächtliche Beschwerden.
Pollenallergie
Kann saisonal starke Einschränkungen verursachen.
Tierhaarallergie
Oft unterschätzt.
Chronische allergische Rhinitis
Kann zu dauerhaft geschwollenen Schleimhäuten führen.
Eine perfekte Expansion kann die Nasenatmung nicht vollständig normalisieren, wenn die Nasenschleimhaut dauerhaft geschwollen bleibt.
Deshalb gehört eine sorgfältige Allergieanamnese häufig zur Diagnostik.
Eine schiefe Nasenscheidewand gehört zu den häufigsten Ursachen einer eingeschränkten Nasenatmung.
Viele Patienten fragen: „Kann MSE eine schiefe Nasenscheidewand korrigieren?“
Die Antwort lautet: In der Regel nein.
Eine Septumdeviation sollte unabhängig beurteilt werden. Dennoch kann eine Verbreiterung des Nasenbodens bei manchen Patienten subjektiv zu einer verbesserten Nasenatmung beitragen.
Die Ursache einer Nasenblockade sollte jedoch immer eindeutig diagnostiziert werden.
Weitere häufige Ursachen für Atemprobleme sind:
Nasenpolypen
Polypen können die Nasengänge teilweise blockieren.
Vergrößerte Nasenmuscheln
Eine Nasenmuschelhyperplasie ist eine der häufigsten Ursachen chronischer Nasenatmungsprobleme.
Chronische Nasennebenhöhlenentzündungen
Auch diese können die Nasenatmung erheblich beeinflussen.
Deshalb empfehlen wir bei entsprechenden Beschwerden häufig zusätzlich eine HNO-Abklärung.
Viele Patienten suchen nach: MSE Schlafapnoe, MARPE Schlafapnoe, Oberkiefererweiterung Schlafapnoe. Die wissenschaftliche Realität ist komplexer.
Eine Schlafapnoe ist eine ernstzunehmende medizinische Erkrankung.
Typische Symptome:
Deshalb sollte eine Schlafapnoe immer professionell diagnostiziert werden. Eine Oberkiefererweiterung ersetzt keine schlafmedizinische Untersuchung.
Folgende Beschwerden können eine Untersuchung im Schlaflabor rechtfertigen:
Je nach Befund kann ein ambulantes Schlafscreening, ein stationäres Schlaflabor, eine weiterführende Diagnostik empfohlen werden.
Eine gute Diagnostik ist die Grundlage jeder sinnvollen Therapie.
Diese Frage wird häufig gestellt. Die Antwort lautet: „Es kommt auf die Ursache an„.
Besonders geeignet bei:
Besonders interessant bei:
In manchen Fällen kann eine Kombination sinnvoll sein. Gerade bei komplexeren Situationen betrachten wir die gesamte Anatomie und nicht nur einzelne Symptome.
Nicht jeder Patient hat ausschließlich ein Oberkieferproblem. Bei vielen Erwachsenen liegt zusätzlich ein zurückliegender Unterkiefer vor.
Mögliche Folgen:
Je nach Befund können unterschiedliche Konzepte sinnvoll sein:
Viele Patienten interessieren sich für die Frage: Kann eine bessere Nasenatmung meine Leistungsfähigkeit verbessern? Eine funktionierende Nasenatmung erfüllt wichtige Aufgaben:
Deshalb legen viele Sportler großen Wert auf eine gute Nasenatmung.
Wichtig: Die individuelle Auswirkung einer Oberkiefererweiterung auf die Leistungsfähigkeit kann sehr unterschiedlich sein. Realistische Erwartungen sind daher entscheidend.
Ein weiterer Bereich, der häufig übersehen wird, ist die Funktion des Kausystems. Patienten berichten teilweise zusätzlich über:
Ein schmaler Oberkiefer kann Teil eines komplexen funktionellen Problems sein. Nicht jede CMD wird jedoch durch die Oberkieferbreite verursacht. Deshalb erfolgt die Diagnostik immer individuell.
In sozialen Medien werden MSE, MARPE und Airway-Behandlungen teilweise als universelle Lösung dargestellt.
Unsere Philosophie ist bewusst differenzierter.
Wir stellen uns bei jedem Patienten folgende Fragen:
Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, kann entschieden werden, ob eine Oberkiefererweiterung sinnvoll ist und welches Konzept am besten geeignet erscheint.
Viele Erwachsene suchen ursprünglich nach einer Lösung für schiefe Zähne oder Zahnengstände. Im Verlauf der Diagnostik zeigt sich jedoch häufig, dass die Breite des Oberkiefers auch einen erheblichen Einfluss auf das Erscheinungsbild des Lächelns und teilweise sogar auf die Gesichtsästhetik haben kann.
Die Oberkieferbreite beeinflusst unter anderem:
Viele Patienten beschreiben ihr Lächeln als:
Diese dunklen Bereiche werden als Buccal Corridors bezeichnet.
Bei geeigneten Patienten kann eine Verbreiterung des Zahnbogens dazu beitragen, mehr Zähne beim Lächeln sichtbar zu machen und das Lächeln harmonischer erscheinen zu lassen.
Eine der häufigsten Fragen lautet „Verändert MSE mein Gesicht?“
Die ehrliche Antwort lautet:
Ja, Veränderungen sind möglich – sie fallen jedoch individuell sehr unterschiedlich aus.
Mögliche Veränderungen betreffen:
Wichtig ist: Die meisten Veränderungen sind subtil und keine drastische Gesichtsveränderung.
Das Ziel besteht nicht darin, das Gesicht künstlich zu verändern, sondern die zugrunde liegende Anatomie harmonisch zu entwickeln.
Viele Patienten interessieren sich heute für eine möglichst unauffällige Behandlung. Deshalb wird eine Oberkiefererweiterung häufig mit einer anschließenden Alignertherapie kombiniert.
Invisalign bietet zahlreiche Vorteile:
Nach der Expansion können mit Invisalign unter anderem korrigiert werden:
Neben Invisalign stehen heute weitere moderne Aligner-Systeme zur Verfügung.
Bekannt für:
Ein weiteres modernes System mit digitalen Planungsmöglichkeiten.
Je nach Ausgangssituation kann eines dieser Systeme sinnvoll sein.
Entscheidend ist weniger die Marke als die Qualität der Diagnostik und Behandlungsplanung.
Nicht jede Zahnbewegung lässt sich optimal mit Alignern umsetzen. Bei komplexeren Fällen kann eine innenliegende Zahnspange (Lingualtechnik) sinnvoll sein.
Vorteile:
Viele Patienten kombinieren heute: Expansion, Lingualtechnik, Retention in einem ganzheitlichen Behandlungskonzept.
Auch klassische feste Zahnspangen haben weiterhin ihren festen Platz.
Sie bieten Vorteile bei:
Gerade nach einer Oberkiefererweiterung kann eine feste Zahnspange helfen, die Zahnstellung präzise einzustellen.
Eine erfolgreiche Expansion ist nur dann langfristig sinnvoll, wenn das Ergebnis stabil bleibt. Viele Patienten konzentrieren sich ausschließlich auf die aktive Behandlung.
Tatsächlich beginnt die langfristige Sicherung jedoch erst danach.
Typische Retentionsmaßnahmen:
Festsitzende Retainer
Dünne Drähte auf der Innenseite der Frontzähne.
Herausnehmbare Retainer
Individuell gefertigte Schienen.
Langfristige Stabilisierung
Je nach Situation kann eine langfristige oder dauerhafte Retention sinnvoll sein.
Die Kosten hängen von vielen Faktoren ab. Dazu gehören:
Bei vielen Erwachsenen liegt die eigentliche Expansionsbehandlung häufig im Bereich von:
Ca. 3.000 bis 5.000 Euro
Die tatsächlichen Kosten können darüber oder darunter liegen.
Diese Frage wird sehr häufig gestellt. Eine pauschale Antwort gibt es leider nicht.
Mögliche Kostenträger:
Die Erstattungsmöglichkeiten hängen von Diagnose, Alter, Versicherungsvertrag, medizinischer Notwendigkeit ab. Eine individuelle Prüfung ist daher sinnvoll.
Ein wichtiger Vorteil moderner miniimplantatgestützter Konzepte besteht darin, dass bei geeigneten Patienten größere chirurgische Eingriffe teilweise vermieden oder reduziert werden können.
Mögliche Vorteile:
Dennoch gibt es Situationen, in denen eine chirurgische Unterstützung die bessere Lösung sein kann.
Nicht jeder Patient benötigt eine miniimplantatgestützte Expansion. Je nach Befund kommen auch andere Optionen infrage.
Aligner-Expansion
Bei leichteren Fällen können Aligner eine gewisse Zahnbogenentwicklung ermöglichen
Klassische Gaumennahterweiterung
Vor allem bei Kindern und Jugendlichen.
Chirurgisch unterstützte Expansion
Bei ausgeprägten skelettalen Problemen.
Keine Expansion
Manchmal ist eine Expansion gar nicht notwendig. Die Anatomie entscheidet über die Therapie – nicht aktuelle Trends.
Moderne Kieferorthopädie bedeutet nicht, jedem Patienten denselben Expander einzusetzen. Jeder Mensch besitzt eine individuelle:
Deshalb beginnen wir jede Behandlung mit einer umfassenden Analyse. Zu dieser gehören:
Im Internet finden sich viele vereinfachte Aussagen.
Folgende Aussagen sind oft zu pauschal:
X MSE funktioniert bei jedem Erwachsenen.
X Jede Schlafapnoe wird durch Expansion besser.
X Jeder Patient benötigt DOME.
X MSE ist immer besser als MARPE.
X Jede Zahnlücke lässt sich vollständig vermeiden.
X Jeder schmale Oberkiefer verursacht Atemprobleme.
Die Realität ist deutlich individueller.cDeshalb basiert unsere Planung auf Diagnostik und Anatomie – nicht auf Trends aus Social Media.
MSE, MARPE, DOME und DOMEzero haben die Möglichkeiten der Oberkiefererweiterung bei Erwachsenen deutlich erweitert.
Heute können viele Behandlungen präziser geplant, digital simuliert und individuell umgesetzt werden als noch vor wenigen Jahren.
Gleichzeitig betrachten wir nicht nur die Zahnstellung, sondern die gesamte Funktion:
Durch die Kombination aus moderner Diagnostik, DVT-Planung, Miniimplantaten, Alignern, Lingualtechnik und interdisziplinären Konzepten kann für viele Patienten ein individuelles und möglichst schonendes Behandlungskonzept entwickelt werden.
Die Kosten einer modernen Oberkiefererweiterung hängen von zahlreichen Faktoren ab und können individuell unterschiedlich ausfallen. Anders als bei standardisierten kieferorthopädischen Behandlungen wird jede MSE-, MARPE- oder DOMEzero-Therapie individuell geplant. Der Aufwand richtet sich nach der Anatomie, dem notwendigen Expansionsumfang und der anschließenden kieferorthopädischen Behandlung.
Zu den Kostenfaktoren gehören insbesondere: DVT-Diagnostik, digitale Planung, Anzahl der Miniimplantate, individuelles Expanderdesign, Laborleistungen, notwendige Expansion, Dauer der Retentionsphase, Invisalign oder andere Aligner, Lingualtechnik oder feste Zahnspange, eventuelle chirurgische Unterstützung
Bei vielen erwachsenen Patienten liegen die Kosten für die eigentliche Expansion häufig im Bereich von:
Ca. 3.000 bis 5.000 Euro
Die tatsächlichen Kosten können im Einzelfall darüber oder darunter liegen. Ein wesentlicher Vorteil moderner miniimplantatgestützter Konzepte besteht darin, dass bei geeigneten Patienten größere chirurgische Eingriffe teilweise vermieden oder reduziert werden können. Dadurch lassen sich häufig Operationskosten, Krankenhausaufenthalte und längere Ausfallzeiten vermeiden.
Viele Patienten informieren sich vor einer Behandlung über Erfahrungen anderer Patienten. Dabei ist wichtig zu verstehen: Jeder Mensch besitzt eine individuelle Anatomie. Deshalb lassen sich Erfahrungen aus Foren, YouTube-Videos oder sozialen Medien nicht einfach auf den eigenen Fall übertragen.
Typische Fragen betreffen:
Viele Patienten berichten zunächst über:
In den meisten Fällen gewöhnt sich der Körper innerhalb weniger Tage bis Wochen an die Apparatur.
Wie jede medizinische Behandlung ist auch eine Oberkiefererweiterung mit möglichen Risiken verbunden. Mögliche Nebenwirkungen können sein:
Durch moderne DVT-Planung, digitale Diagnostik und individuelle Positionierung der Miniimplantate können viele Risiken reduziert werden.
Die Planung und Durchführung einer modernen Oberkiefererweiterung erfordert Erfahrung in mehreren Bereichen der Kieferorthopädie.
Hierzu gehören insbesondere: DVT-Diagnostik, digitale Planung, Miniimplantate, Oberkiefererweiterung bei Erwachsenen, Invisalign, Lingualtechnik, Retentionskonzepte, interdisziplinäre Zusammenarbeit mit HNO-Ärzten und Kieferchirurgen.
In unserer Praxis erfolgt die Diagnostik, Planung und kieferorthopädische Behandlung durch Dr. Sebastian Krause, Fachzahnarzt für Kieferorthopädie.
Dabei werden unter anderem berücksichtigt:
Je nach Befund erfolgt eine Zusammenarbeit mit:
Unsere Praxis betreut Patienten aus ganz München sowie aus:
Viele Patienten stellen sich gezielt zur Beurteilung einer möglichen MSE-, MARPE-, DOME- oder Oberkiefererweiterungsbehandlung vor.
Viele Patienten recherchieren vor dem ersten Beratungstermin intensiv und stoßen dabei auf verschiedene Begriffe wie MSE, MARPE, DOME oder SARPE. Häufig entsteht der Eindruck, dass es sich um völlig unterschiedliche Therapien handelt. Tatsächlich verfolgen alle Verfahren ein ähnliches Ziel: die Erweiterung eines zu schmalen Oberkiefers. Der Unterschied liegt vor allem darin, wie die Expansion erreicht wird und ob eine chirurgische Unterstützung notwendig ist.
Verfahren
Miniimplantate
Chirurgie
Erwachsene
MSE
Ja
meist nein
geeignet
MARPE
Ja
meist nein
geeignet
DOME
Ja
teilweise
geeignet
SARPE
teilweise
ja
geeignet
MARPE
MARPE ist der Oberbegriff für miniimplantatgestützte Expansionssysteme. MSE ist streng genommen eine spezielle Form von MARPE.
DOME
DOME kombiniert die Expansion mit chirurgischer Unterstützung. Das Verfahren wird vor allem bei Erwachsenen mit höherem knöchernem Widerstand diskutiert.
SARPE
SARPE ist die klassische chirurgisch unterstützte Gaumennahterweiterung. Hier erfolgt die Erweiterung durch eine operative Unterstützung. Bei manchen Patienten bleibt dies die sinnvollste Option.
Es gibt kein pauschal bestes Verfahren.
Die Entscheidung hängt von: Alter, Knochenqualität, Knochenstärke, Atemwegen, gewünschter Expansion, individueller Anatomie ab.
Deshalb planen wir jede Behandlung individuell auf Basis von DVT, Scan und klinischer Untersuchung.
Analyse von Zahnstellung, Gesichtsästhetik, Bisslag, Atemwegen
Fotos, Intraoralscan, DVT, digitale Planung
Festlegung von Implantatpositionen, Implantatlängen, Expanderdesign, Aktivierungsprotokoll
Die Miniimplantate werden gesetzt und der Expander eingesetzt.
Je nach Konzept erfolgt eine langsamere oder schnellere Aktivierung.
Die Miniimplantate werden gesetzt und der Expander eingesetzt.
Nach Abschluss der Expansion erfolgt die Feineinstellung.
In der modernen Kieferorthopädie gibt es keinen Universalexpander für alle Patienten. Jeder Patient besitzt eine individuelle:
Deshalb bevorzugen wir individuell geplante Konzepte.
Mögliche Vorteile:
Die Grundlage bildet eine präzise DVT-basierte Planung.
Eine erfolgreiche Behandlung beginnt mit einer umfassenden Diagnostik. Je nach Situation können folgende Untersuchungen sinnvoll sein:
Klinische Untersuchung
Analyse von Zahnstellung, Bisslage, Gesichtsprofil
Intraoralscan
Digitale Erfassung der Zahnstellung
DVT
Analyse von Knochenqualität, Knochenstärke, Atemwegen, Nasenboden
CMD-Untersuchung
Beurteilung von Kiefergelenken, Muskulatur, Funktion
HNO-Abklärung
Bei Nasenatmungsproblemen, Polypen, Septumdeviation, Allergien
Schlafmedizinische Diagnostik
Bei Schnarchen, Tagesmüdigkeit, Verdacht auf Schlafapnoe
Eine moderne Oberkiefererweiterung erfordert Erfahrung in Diagnostik, Planung und Umsetzung.
Unsere Patienten profitieren von:
• Behandlung durch erfahrene Kieferorthopäden
• DVT-basierter Diagnostik
• Digitalen Intraoralscannern
• Virtueller Behandlungsplanung
• Erfahrung mit Miniimplantaten
• Invisalign-Kompetenz
• Lingualtechnik-Kompetenz
• Fokus auf Erwachsene
• Airway- und Funktionsdiagnostik
• Zusammenarbeit mit HNO-Ärzten
• Zusammenarbeit mit Schlafmedizinern
• Zusammenarbeit mit Kieferchirurgen
• Individuellen Behandlungskonzepten statt Standardlösungen
• Zentralen Standorten in München-Altstadt und München-Obermenzing
Nicht jeder Patient hat ausschließlich ein Oberkieferproblem. Bei vielen Erwachsenen liegt zusätzlich ein zurückliegender Unterkiefer vor.
Mögliche Folgen:
Je nach Befund können unterschiedliche Konzepte sinnvoll sein:
Sie möchten mehr erfahren?
Gerne beantworten wir alle Ihre aufkommenden Fragen in einem Erstberatungsgespräch in unserer Praxis für Kieferorthopädie – meine kfo.
Wir freuen uns auf Sie!