Lose, herausnehmbare Zahnspangen helfen dabei, Zahn- und Kieferfehlstellungen bei Kindern frühzeitig zu korrigieren und das Kieferwachstum gezielt zu unterstützen. Je nach Befund kommen unterschiedliche Arten herausnehmbarer Zahnspangen zum Einsatz – von aktiven Platten bis hin zu funktionskieferorthopädischen Geräten. Auf dieser Seite erfahren Sie, welche losen Zahnspangen es gibt, wann sie eingesetzt werden und welche Vorteile die Behandlung für Kinder bietet.
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Der Funktionsregler (Fränkel-Gerät) ist eine lose Zahnspange zur Behandlung von Wachstums- und Kieferfehlstellungen bei Kindern. Die herausnehmbare Apparatur unterstützt die natürliche Entwicklung von Ober- und Unterkiefer und nutzt dabei gezielt die Kräfte der Muskulatur im Mund-, Wangen- und Lippenbereich.
Je nach Fehlstellung kommen unterschiedliche Varianten des Funktionsreglers zum Einsatz. Der Funktionsregler II wird häufig verwendet, um eine Unterkiefer-Rücklage bei Kindern zu behandeln.
Da die Behandlung auf dem natürlichen Wachstum basiert, erfolgt die Korrektur besonders schonend und langfristig stabil. Für optimale Ergebnisse wird die Therapie oft bereits im Alter von 6 bis 7 Jahren begonnen.
Der Funktionsregler III nach Fränkel zählt zu den herausnehmbaren Zahnspangen und wird eingesetzt, um Wachstumsstörungen des Oberkiefers und Mittelgesichts bei Kindern frühzeitig zu behandeln. Durch spezielle Kunststoffelemente im Bereich von Lippen und Wangen werden Muskelkräfte gezielt beeinflusst, wodurch die natürliche Entwicklung des Oberkiefers unterstützt werden kann.
Die Behandlung mit dem Fränkel III nutzt das natürliche Wachstum des Kindes und wirkt dadurch besonders schonend. Im Vergleich zu rein mechanischen Zahnspangen dauert die Therapie häufig länger, kann jedoch zu stabilen und langfristigen Ergebnissen beitragen. Ein früher Beginn der Behandlung im Alter von etwa 6 bis 7 Jahren ist dabei oft besonders sinnvoll.
Funktionskieferorthopädische, herausnehmbare Zahnspangen wirken nicht durch direkte Krafteinwirkung auf das Gebiss und bestehen aus einem einzigen Stück. Diese Apparaturen liegen locker im Mund und sind so gestaltet, dass sie beim Schließen des Mundes die Bewegungen der Kiefer beeinflussen. Sie trainieren und aktivieren die Gesichts-, Kau- und Zungenmuskulatur. Durch die Aktivierung der Muskulatur und den veränderten Einfluss des weichen Gewebes auf das Gebiss sollen Fehlstellungen korrigiert werden. Solche Zahnspangen werden beispielsweise verwendet, um den Unterkiefer weiter nach vorne zu bringen.
Herausnehmbare aktive Zahnspangen – auch als „aktive Platten“ bekannt – werden vor allem bei Kindern und Jugendlichen im Zahnwechsel eingesetzt. In dieser Wachstumsphase können Zahn- und Kieferfehlstellungen besonders gut beeinflusst und frühzeitig behandelt werden.
Die Zahnspangen üben gezielt leichten Druck auf Zähne und Kiefer aus, um deren Stellung schrittweise zu korrigieren. Dafür besitzen aktive Platten spezielle Elemente wie Federn oder Dehnschrauben, die regelmäßig angepasst werden. So kann das Wachstum des Kiefers unterstützt sowie Platz für bleibende Zähne geschaffen werden.
Aktive lose Zahnspangen eignen sich besonders für leichte Zahnkorrekturen und zur Steuerung des Kieferwachstums im Kindesalter.
Der Positioner ist ein elastisches kieferorthopädisches Behandlungsgerät aus transparentem Kunststoff, das Ober- und Unterkiefer gleichzeitig umfasst. Die Apparatur wird meist gegen Ende einer kieferorthopädischen Behandlung eingesetzt, um kleinere Zahnbewegungen und letzte Feinkorrekturen vorzunehmen.
Für die Herstellung wird ein Modell der gewünschten Zahnstellung erstellt. Auf dieser Grundlage wird der Positioner individuell angefertigt. Da die Apparatur bereits die angestrebte Zahnposition vorgibt, kann es beim Einsetzen zunächst zu leichten Spannungsgefühlen kommen. Durch regelmäßiges und bewusstes Zubeißen unterstützt der Positioner die Zähne dabei, ihre endgültige Position zu erreichen.
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